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Dienstag, 19.06.2018

Ernteausfälle befürchtet

Extreme Trockenheit im Norden

Die wochenlange Trockenheit im Norden und Osten des Landes sorgt zunehmend für Probleme. Vereinzelt ist sogar die Trinkwasserversorgung beeinträchtigt, in der Landwirtschaft drohen Ernteausfälle. Regional verschärft sich die Lage weiter.

Auf den vertrockneten Wiesen und Feldern haben sich Trockenrisse im Boden gebildet. Bild: dpa

In Teilen Nord- und Ostdeutschlands hat es seit Wochen nicht oder nur sehr wenig geregnet. Dies hat zu katastrophalen Verhältnissen besonders in der Landwirtschaft geführt. Die frühe und starke Hitze im April und Mai sowie ausbleibender Regen haben dem Wachstum von Getreide, Raps und Sonderkulturen erheblich geschadet. In den betroffenen Regionen befürchten die Bauern bei der Getreideernte extreme Ertragsminderungen bis hin zu Totalausfällen.

In Brandenburg werden Bäume und Grünflächen von der Feuerwehr bewässert. Bild: dpa

In der niedersächsischen Stadt Stade brach die Trinkwasserversorgung zeitweise zusammen. In zahlreichen Haushalten kamen nur noch Tropfen aus den Wasserhähnen anstatt fließendes Wasser. Die Landwirte konnten ihr Vieh nicht tränken und die Felder nicht bewässern. In der Folge rationierte der zuständige Wasserverband den Wasserverbrauch und erteilte Verbote den Rasen zu sprengen, das Auto zu waschen oder das Schwimmbecken zu füllen.

Verantwortlich für die extreme Trockenheit war die beständige Großwetterlage der vergangenen Wochen. Ein Tiefdruckgebiet befand sich über Südwesteuropa, während hoher Luftdruck Nordeuropa fest im Griff hatte. Der Westen und Südwesten gerieten damit immer wieder in den Einflussbereich feuchtwarmer Luftmassen mit Schauern und Gewittern, der Norden und Osten verblieben hingegen die meiste Zeit im Bereich des hohen Drucks und somit in der trockenen Luft. Eine deutliche Abschwächung der Trockenheit ist derzeit nicht in Sicht.

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