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Sonntag, 15.04.2018

Halbzeitbilanz des Monats

Aprilwärme auf Rekordkurs

Der April scheint wieder ein ganz warmer zu werden. Trotz des Kaltstarts an Ostern könnte er sogar noch die bisherigen Rekordmonate von 2007, 2009 und 2011 übertreffen und damit der wärmste April seit mindestens 135 Jahren werden.

Selbst in Hamburg konnte man schon 25 Grad und viel Sonne genießen. Bild: dpa

Die erste Aprilhälfte ist im Mittel deutlich kühler als der im Verlauf normalerweise immer wärmer werdende Gesamtmonat. Nicht so in diesem Jahr: Auch wenn es an Ostern noch Schnee gab, waren die ersten beiden Aprilwochen mit einem Mittel von über 10 Grad bereits deutlich über ein Grad wärmer als im Mittel der vergangenen 30 Jahre. Stark dazu beigetragen hat der fulminante Frühlingsstart mit bis zu 27 Grad am 8. in Baden-Württemberg. In der Westhälfte wurden verbreitet neue Temperaturrekorde für Anfang April aufgestellt.

Nach einer ersten Schätzung kann der April eine Mitteltemperatur von etwa 12 Grad erreichen und damit der wärmste seit Messbeginn im Jahr 1881 werden.

Sicher ist zudem eine Fortsetzung des frühsommerlichen Aprilwetters, was die Mitteltemperatur weiter nach oben treiben wird. Natürlich kann die letzte Aprilwoche noch einen Dämpfer bringen. Sollten die Temperaturen dann aber nicht unter für die fortgeschrittene Jahreszeit üblichen Werte fallen, ist eine Monatsmitteltemperatur um 12 Grad realistisch. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2009 liegt bei 11,8 Grad. Vor der beispiellosen Häufung außergewöhnlich warmer Aprilmonate ab 2007 lag der Rekord sogar nur bei 10,6 Grad (1961).

Trotz der Wärme war der Monat nicht überall sonnig: Im Rheinland kamen mit 40 bis 50 Sonnenstunden sogar erst rund ein Drittel des üblichen Sonnenscheins zusammen. Von Berlin bis zum Bodensee waren es dagegen schon über 100 Stunden und damit bis zu drei Viertel des Aprilmittels.

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