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Montag, 15.01.2018

Halbzeit-Bilanz des Winters

Bisher sehr mild, nass und trüb

Der Winter ist bisher ein wirklich unangenehmer Geselle gewesen. Nicht wegen der Kälte, sondern aufgrund seines wechselhaften und teils sehr trüben Wetters. Die Halbzeit-Bilanz des meteorologischen Winters fasst es in Zahlen.

Die Folge des nassen Winters: Anfang Januar führen nach kräftigen Regenfällen und Tauwetter viele Flüsse in Deutschland Hochwasser. Der Rheinpegel in Köln steigt so hoch wie seit 2011 nicht mehr. Bild: dpa

Trüb war es seit dem 1. Dezember, als der Winter meteorologisch begann, besonders im Westen. Auf dem Kahlen Asten im Hochsauerland schien die Sonne in den ersten sechs Wochen des Winters gerade einmal 3,7 Stunden lang. Am Sonntag kamen dann zwar auf einen Schlag vier Stunden dazu, dennoch ist der Winter dort und in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens bisher rekordverdächtig trüb. Ganz anders im Norden, Osten und Süden, wo sich die Sonne bisher 40 bis 90 Stunden zeigte und damit vereinzelt sogar ein wenig mehr als im langjährigen Mittel.

Beim Niederschlag gab es dagegen verbreitet mehr als im Durchschnitt, was sich auch in einem großen Rhein-Hochwasser Anfang Januar zeigte. Besonders im Westen, aber auch in Teilen Bayerns und in einigen Mittelgebirgen fiel 50 Prozent mehr Niederschlag als durchschnittlich üblich. Auf dem Brocken im Harz kamen seit dem 1. Dezember sogar schon über 400 Liter pro Quadratmeter vom Himmel. Im Thüringer Becken im Regenschatten von Harz und Thüringer Wald waren es dagegen teils nur rund 30 Liter.

Wie hier in Dortmund gab es in vielen Städten in Deutschland in diesem Winter noch keinen einzigen Tag mit Dauerfrost.

Der Winter war trotz des vielen Dezember-Schnees in den Mittelgebirgen und einiger Schneefälle bis ins Flachland bisher sehr mild. Im Dezember erreichte das Temperaturplus rund ein Grad. Seit Silvester ist es aber noch einmal deutlich milder gewesen, sodass der Januar bisher eine positive Temperaturabweichung von rund zwei Grad im Norden und teils über fünf Grad im Süden aufweist. Am Oberrhein lag das Temperaturmittel der ersten beiden Januarwochen bei knapp 7 Grad. Am Rhein gab es seit Mitte Dezember teils nur zwei Tage mit leichtem Frost.

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