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Dienstag, 16.05.2017

Gräserpollen schwärmen aus

Heuschnupfenzeit vor Höhepunkt

Mit der Gräserblüte erreicht die Heuschnupfenzeit ihren Höhepunkt. Pollenallergiker leiden nun bei trockenem Wetter besonders stark unter dem Flug von Gräserpollen. Dagegen tun können die Betroffenen aber nicht allzu viel.

Für Heuschnupfen-Patienten der blanke Horror: Blühende Gräser setzen gerade bei trockenem Wetter in der nächsten Zeit große Mengen Pollen frei.

Für die meisten Menschen ist der Frühsommer die schönste Zeit des Jahres. Doch Millionen von ihnen können die kräftigen Strahlen der Maisonne nicht wirklich genießen. Denn die ersten warmen Sommertage bedeuten für sie stets auch den Auftakt zu einer jährlich wiederkehrenden Leidenszeit: Vor allem die Gräserblüte fordert ihren Tribut in Gestalt des Heuschnupfens. Juckende und tränende Augen, heftige Niesattacken und kribbelnde und laufende Nasen sind die Folgen. Selbst nachts kommen Heuschnupfler kaum wirklich zur Ruhe.

Der Grund: Die empfindlichen Schleimhäute reagieren hoch sensibel auf die winzigen Quälgeister in der Luft und versuchen diese mit aller Kraft abzuwehren. Die damit verbundenen Begleiterscheinungen sind nicht nur lästig, sondern können für die Betroffenen sogar richtig gefährlich werden. Denn die Abwehrreaktionen des Körpers gegenüber den Pollen sind nicht nur überaus anstrengend und somit erschöpfend, sondern sie können sich im Extremfall bis zur Atemnot steigern und bei besonders sensiblen Menschen Asthma-Anfälle auslösen.

Einigermaßen pollenfreie Luft findet man bei trockenem Wetter im Frühsommer fast nur am Meer oder im Hochgebirge. Ansonsten hilt nur Regen, denn er wäscht den Blütenstaub teilweise aus der Luft.

Medikamente können die Beschwerden zwar etwas mildern, wirklich beseitigen können sie die allergischen Reaktionen aber nicht. Dazu müssten sich die Betroffenen einer aufwändigen Desensibilisierungs-Prozedur unterziehen, die aber nicht während der akuten Heuschnupfenzeit, sondern nur in den pollenfreien Wintermonaten durchgeführt werden kann. Das Problem: Dann sind die Betroffenen frei von Beschwerden und nur die wenigsten wollen sich ausgerechnet in dieser Zeit Tests unterziehen, welche die unangenehmen Symptome aufs Neue hervorrufen könnten.

Lindern können die Beschwerden auch ein paar einfache Verhaltensregeln: Ihre Wohnung sollten Allergiker möglichst nur frühmorgens oder spätabends lüften, dann sind nicht so viele Pollen in der Luft. Abendliches Haarewaschen hilft, den lästigen Blütenstaub von tagsüber nicht mit ins Bett zu nehmen. Um das Schlafzimmer möglichst pollenfrei zu halten, empfiehlt es sich zudem, die Kleidung nicht dort zu wechseln. Frisch gewaschene Wäsche im Trockner oder Trockenraum zu trocknen verhindert, dass sich in ihr draußen neue Pollen verfangen.

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