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Juli-Trockenheit auf Rekordkurs
Weitere Woche ohne Niederschläge
Der Juli 2013 ist auf dem Weg, der trockenste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor über 130 Jahren zu werden. Verbreitet fielen seit Monatsanfang erst wenige Liter pro Quadratmeter, und für diese war vor allem eine Front mit örtlichen Unwettern am 2. Juli verantwortlich. In weiten Teilen Norddeutschlands blieb es regional bisher sogar komplett trocken. Und auch bis weit in die nächste Woche sind - abgesehen von örtlichen Hitzegewittern - keine nennenswerten Niederschläge in Sicht.
Bisher kaum Regen im Juli 2013
Die Karte zeigt die bisherige Niederschlagsmenge im Juli. Im Norden blieb es regional sogar komplett trocken, aber auch sonst fielen meist nur 2 bis 20 Liter Regen pro Quadratmeter. Bildquelle: WetterOnline
Den bisher trockensten Juli gab es im Jahr 1983 mit einem deutschlandweiten Flächenmittel von nur 27,5 Liter Regen pro Quadratmeter. Selbst wenn sich, wie einige Wettermodelle andeuten, an den letzten Tagen des Monats feuchtere Witterung durchsetzen sollte, ist fraglich, ob dies einen neuen Trockenheits-Rekord noch abwenden kann. Der Monat steht damit im krassen Gegensatz zu den beiden Vormonaten, die jeweils außergewöhnlich niederschlagsreich waren. Aber gerade dieser Regen konnte größere Dürreprobleme bisher noch abwenden.
Hoch YASMINE schirmt den Regen ab
Durch das nahezu ortsfeste Hoch über den Britischen Inseln machen Regenfronten seit Wochen einen großen Bogen um Mitteleuropa. Bildquelle: WetterOnline
Da sich die Trockenheit in der nächsten Zeit bei sogar noch höheren Temperaturen fortsetzt, werden die Folgen aber langsam spürbar werden. So können niedrige Flusspegel die Binnenschifffahrt einschränken, außerdem steigt die Gefahr von Waldbränden weiter an. Auch wenn viele Landwirte derzeit noch vom idealen Erntewetter profitieren, macht die Trockenheit auch hier immer mehr Kulturen zu schaffen. Ernteeinbußen lassen sich daher nicht mehr ausschließen.