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Donnerstag, 10.12.2009

USA: Heftiger Wintereinbruch

Schneestürme und klirrende Kälte

In weiten Teilen der Vereinigten Staaten ist es zu einem massiven Wintereinbruch gekommen. Von intensiven Schneefällen besonders stark betroffen waren anfangs hauptsächlich die Bundesstaaten in der Mitte des Landes. Die Schneestürme, in den USA meist als "Blizzards" bezeichnet, riefen vielerorts ein Verkehrschaos hervor. Im Bundesstaat Iowa steckten tausende Autofahrer im Schnee fest. Die Behörden rieten dazu, das Haus nur mit einem Notfall-Set zu verlassen und abgelegene Landstraßen zu meiden.

Auch in den Bundesstaaten Utah, Nevada, Colorado und Arizona bildete sich eine geschlossene Schneedecke, gebietsweise lag der Schnee 1,20 Meter hoch. Ein stürmischer Wind türmte bis zu 4,50 Meter hohe Schneeverwehungen auf. Im Flugverkehr mussten am Mittwoch hunderte Flüge gestrichen werden. Der Staat Wisconsin rief den Notstand aus, die öffentlichen Einrichtungen blieben dort geschlossen. Der Schneesturm zog nordostwärts weiter, so dass später auch im kanadischen Toronto zahlreiche Flüge abgesagt werden mussten.

Schneesturm im Süden von Iowa

Bildquelle: YouTube - Vielerorts brach der Verkehr zusammen. Die Gegend, in der dieses Bild aufgenommen wurde, liegt etwa auf der gleichen geographischen Breite wie Neapel und Madrid in Europa.

Der erste große Blizzard dieses Winters war ausgelöst worden, als aus Norden bis fast minus 40 Grad kalte arktische Luft ins Landesinnere vorstieß. Dort traf sie auf wesentlich mildere Luft, wodurch sich ein Sturmtief bildete. Es zog bis Donnerstagmittag, ohne sich nennenswert abgeschwächt zu haben, über die Großen Seen ins östliche Kanada weiter. Dort und im Nordosten der USA stehen daher zunächst noch weitere Schneefälle an.

Eisige Nacht in weiten Teilen der USA

Bildquelle: WetterOnline - Die Karte zeigt, wie weit die arktische Luft über den USA nach Süden vorstoßen konnte. Dort wird sie, anders als in Europa, nicht von Gebirgszügen aufgehalten.

Auf der Rückseite des Tiefs wird es grimmig kalt. Bereits in der Nacht zum Donnerstag sank die Temperatur zum Beispiel in North Dakota bis minus 32 Grad, in Winnipeg wurden minus 27 Grad gemessen und sogar in der Millionenmetropole Chicago gab es Frost bis minus 16 Grad. Die Kaltluft stieß weit nach Süden vor, so dass sogar in den Bergen von Texas Nachtfrost bis minus 10 Grad auftrat. In den kommenden Tagen bleibt es besonders im Norden der USA kalt oder sehr kalt. Schneestürme größeren Ausmaßes stehen aber vorerst kaum wieder an.

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