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Stratosphäre - Wetterlexikon

Stratosphäre

Als Stratosphäre (von lat. stratum für Deckel) bezeichnet man die atmosphärische Schicht oberhalb der Troposphäre, die je nach Jahreszeit und geographischer Breite von etwa acht Kilometer in den Polargebieten und etwa 18 Kilometer am Äquator bis 50 Kilometer Höhe reicht. Über der Stratosphäre schließt die Mesosphäre an, zwischen den beiden atmosphärischen Schichten liegt die Stratopause. Der Luftaustausch zwischen der Troposphäre und der Stratosphäre verläuft in sehr eingeschränktem Maße. Deshalb enthält die Stratosphäre kaum Wasser. Eine Wolkenbildung ist dort nur in extremen Fällen möglich. Dies passiert dann, wenn es so kalt ist, dass auch die letzten Wassertröpfchen noch zu Eisteilchen kristallisieren.

Im unteren Bereich der Stratosphäre verändert sich die Temperatur mit der Höhe zunächst kaum, nimmt dann später immer mehr zu. Ursache der Temperaturzunahme ist das in der oberen Stratosphäre vorhandene Ozon, das die UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht absorbiert und dabei Strahlungsenergie in Wärme umwandelt. Am stärksten laufen diese physikalisch-chemischen Prozesse in der sogenannten Ozonschicht ab, dort steigt die Temperatur von etwa minus 60 Grad bis auf 0 Grad an.

In der Stratosphäre sind auch andere Wetterphänomene beobachtbar, die durch die Gegenläufigkeit der Temperatur bestimmt werden. Die quasi-biennale Oszillation ist ein Beispiel dafür.

Durch den zunehmenden Flugverkehr und den damit verbundenen Emissionen nimmt in der unteren Stratosphäre die Menge an Kohlendioxid, Wasserdampf, Stickoxiden, Schwefeloxiden und Ruß zu. Wasserdampf, der dort länger verweilt, kann relativ leicht Kondensstreifen und Cirruswolken bilden. Dies führt dazu, dass die Infrarotstrahlung der Erde stark absorbiert wird, was den Treibhauseffekt verstärken kann. Die freigesetzten Stickoxide sind des Weiteren für den Ozonabbau verantwortlich.

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