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quasi-biennale Oszillation - Wetterlexikon

quasi-biennale Oszillation

Unter der quasi-biennalen Oszillation (auch quasi-zweijährige Schwingung, Abkürzung: QBO) versteht man einen fast periodischen Richtungswechsel des Windes in der äquatorialen Stratosphäre. In einer Höhe von 17 bis 32 Kilometern dreht der Wind etwa alle 28 bis 29 Monate sehr schnell von West nach Ost und umgekehrt. Am stärksten wehen diese zonalen, weltumspannenden Winde in einer Höhe von etwa 20 bis 25 Kilometern. Die West-Ost-Windumkehr erfolgt von selbst, sie wird nicht durch eine externe Kraft angetrieben. Es besteht noch Forschungsbedarf, was die Auswirkungen der QBO auf das globale Klima angeht. Wahrscheinlich beeinflusst sie die Auswirkungen der Variabilität der Sonneneinstrahlung auf die Erdatmosphäre.

Die Ostwinde sind stärker ausgeprägt als die Westwinde und erreichen etwa eine Windgeschwindigkeit von 30 Meter pro Sekunde. Dabei dauert die Ostwindphase (negative QBO) in den oberen Schichten länger und in den unteren Schichten kürzer an als die Westwindphase (positive QBO). Wenn Westwinde bei der QBO vorherrschen, dann verstärkt sich der Polarwirbel . Die Stratosphäre über dem Nordpolargebiet wird dann sehr kalt. In der Troposphäre ist der Jetstream außerdem stärker ausgeprägt, demnach entstehen mehr Tiefdruckgebiete. Mildes Westwetter ist meist die Folge.

Bei der Ostwindphase der QBO ist das seltener der Fall. Der Polarwirbel kann sogar zusammenbrechen. Dann folgt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein kalter Winter.

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