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Lake-Effekt - Wetterlexikon

Lake-Effekt

Unter Lake-Effekt versteht man ein Wetterphänomen, das besonders an großen See oder Binnenmeeren in den Wintermonaten auftritt und daher für teils kräftige Schneefälle in der Nähe der Gewässer führt. Verantwortlich dafür ist ein kräftiger kalter Wind, der einen langen Weg über den See zurücklegt und reichlich Wasserdampf aufnimmt, sofern die Wassertemperatur noch relativ hoch ist. Es bilden sich dann Quellwolken, die sich zu Schauern ausbauen. Unterstützt wird die Wolkenbildung durch sehr kalte Luft in höheren Luftschichten, wodurch die Luft einen zusätzlichen Antrieb zum Aufsteigen erhält.

Mit einem auflandigen Wind erreichen die Schauer das Küstenumfeld, von dort ausgehend ziehen Schauerstraßen dann bis weit in das Binnenland hinein. Die Schauer lassen dann Schnee zurück. An Hängen, Hügeln oder Dünen wird die Luft zusätzlich gehoben. Es bilden sich schmale, aber dafür sehr intensive Niederschlagsbänder, die für viel Schnee sorgen können. Teilweise fallen mehrere Zentimeter Schnee pro Stunde.

Der Lake-Effekt kommt häufig im Gebiet der Großen Seen vor. Von dort stammt die Bezeichnung für dieses meteorologische Phänomen. Ist die Lufttemperatur nicht niedrig genug, um das Wasser gefroren zu halten, fällt der Niederschlag als Regen. Bei sehr kalter Luft über noch recht warmen Wasserflächen bilden sich mitunter schwere Gewitter. Dann können sich auch Hagelkörner bilden.

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