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Hochnebel - Wetterlexikon

Hochnebel

Hochnebel ist ein meteorologischer Begriff für tiefreichende Schichtwolken, auch Stratus genannt (vom lat. stratum, stenere für ausdehnen, mit einer Schicht bedecken). Solche Schichtwolken haben eine sehr gleichmäßige, einförmige Untergrenze, die manchmal bis zum Boden reichen kann. Typisch für Hochnebel ist, dass schon niedrige Hügel in der Wolkendecke verschwinden. Aus einer Hochnebelschicht fällt manchmal geringer Sprühregen oder Schneegriesel. Im Winter kann andauernder Hochnebel bei Minusgraden in Bergwäldern für starken Rauhreifansatz an Bäumen und Sträuchern sorgen.

Hochnebel entsteht bevorzugt im Winterhalbjahr bei windarmen Hochdrucklagen. Dabei bildet sich fast immer eine Inversion aus, also eine feuchte, bodennahe Kaltluftschicht, die unter der meist deutlich milderen und trockeneren Luftschicht darüber liegt. An der Grenze dieser beiden Luftschichten bildet sich eine zähe Wolkendecke. In Süddeutschland und in den Alpen kann sich Hochnebel bei andauerndem Hochdruckwetter oft tage- oder sogar wochenlang halten. In den Städten nimmt dann die Schadstoffkonzentration in der Luft rapide zu. Auf den Bergen herrscht über der Hochnebelgrenze dagegen mildes Wetter mit strahlendem Sonnenschein und sehr guter Fernsicht.

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