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Hadley-Zelle - Wetterlexikon

Hadley-Zelle

Die Hadley-Zelle beschreibt modellhaft ein Zirkulationsmuster innerhalb der Troposphäre zwischen Subtropen und Äquator. Sie wird als ein vertikales, geschlossenes System gesehen. Die Hadley-Zelle wurde nach seinem Entdecker George Hadley benannt.

Man kann sie folgendermaßen beschreiben: Durch die starke Einstrahlung und damit verbundenen starken Erwärmung in der Äquatorregion steigt die Luft bis in die obere Troposphäre auf. Durch das Aufsteigen der Luft entsteht in Bodennähe ein Tief, an der Grenze zur Tropopause (etwa in 18 Kilometer Höhe) dagegen ein so genanntes Höhenhoch. Dort ist der Luftdruck relativ zur Umgebung höher. Die Luft strömt nach Süden und Norden, kühlt sich ab, sinkt dann bei etwa 30° Nord und 30° Süd großräumig ab und trocknet dabei aus. In Bodennähe etabliert sich in diesen Breiten dann ein Hochdruckgebiet, das sich in mehrere Zellen gliedert.

Die bodennahe Luft strömt dann wieder aus dem Hochdruckgebiet Richtung Äquator zurück, weil in den Äquatorregionen der Luftdruck niedriger ist. Beide Luftmassen treffen aufeinander, und die Luft muss dann nach oben steigen. Aufgrund der Corioliskraft werden die äquatorwärtigen Strömungen abgelenkt. Sie entsprechen dann den Passaten . In den Bereichen, wo die Luft großräumig absinkt, herrschen sehr trockene Verhältnisse vor. Daher befinden sich dort die Wüsten, zum Beispiel die Sahara.

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