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Dansgaard-Oeschger-Ereignisse - Wetterlexikon

Dansgaard-Oeschger-Ereignisse

Unter den Dansgaard-Oeschger-Ereignissen versteht man die wiederholten eiszeitlichen Wechsel von kalten zu warmen Klimaphasen, die häufig mit abrupten Klimaschwankungen verbunden waren und regelmäßig aufgetreten sind. Die Temperaturschwankungen zwischen einer Warm- und einer Kaltzeit dauerten oft nur 10-20 Jahre und betrugen auf dem Nordatlantik bis zu 12 Grad. Bisher hat man 24 solcher abrupter Klimaschwankungen zwischen 110.000 und 23.000 Jahre vor heute beobachtet. Die Dansgaard-Oeschger-Ereignisse sind nach den Klima-Forschern Willi Dansgaard und Hans Oeschger benannt.

Die Ursachen dieser regelmäßig auftretenden Temperaturschwankungen sind noch nicht vollständig geklärt. Auf der Nordhemisphäre spielen wahrscheinlich die Veränderungen von Ozeanströmungen, wie zum Beispiel der Golfstrom, oder der Nordatlantische Strom eine große Rolle. Schwächte sich der Golfstrom ab oder versiegte er ganz, folgte eine markante Abkühlung. In den nördlichen Breiten rund um die Arktis und Grönland vergrößerten sich nachfolgend die Eisflächen. Im Gegensatz dazu tauten die Eisflächen bei deutlich ansteigenden Temperaturen ab, als warmes Wasser des Golfstroms bis ins Nordmeer vordringen konnte.

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