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Atlantic Decadal Oscillation - Wetterlexikon

Atlantic Decadal Oscillation

Bei der Atlantischen Multidekadalen Oszillation (englisch: Atlantic Multidecadel Oscillation, kurz: AMO) handelt es sich um Schwankungen der Ozeanströmungen im Nordatlantik, die immer wieder auftreten. Dabei steigen oder sinken die Temperaturen des meeresoberflächennahen Wassers. Somit ergeben sich Kalt- und Warmphasen im Nordatlantik, die wiederum Einfluss auf atmosphärische Prozesse haben. Sie wirken sich zum Beispiel auf die Lufttemperatur und Niederschläge besonders in Nordamerika und Europa aus.

In bestimmten Regionen des Nordatlantiks ist die Meeresoberflächentemperatur über einige Jahrzehnte hinweg ungewöhnlich hoch oder ungewöhnlich niedrig. Veränderungen der Meeresoberflächentemperatur werden durch die Ozeanströmungen und durch aufquellendes Tiefenwasser hervorgerufen. Die AMO lässt sich in warme und kalte Phasen aufteilen. In der warmen Phase der AMO sind Dürren im Mittleren Westen und Südwesten der USA wahrscheinlicher und stärker ausgeprägt, während in Florida und im Nordwesten der USA sowie in Europa insgesamt mehr Regen fällt. Vice-versa gelten diese oben genannten Punkte in der kalten Phase der AMO. Längere Dürren traten zwischen 1925 und 1965 auf.

Auch die Häufigkeit und Stärke der Hurrikane scheint mit den warmen Phasen der AMO in einem Zusammenhang zu stehen. Ob die AMO auch in Zukunft einem dauernden Rhythmus natürlicherweise steigender und fallender Oberflächentemperaturen des Nordatlantiks unterliegt, ist noch nicht sicher. Die globale Erwärmung, die auch die Meeresoberflächentemperatur einschließt, kann dazu führen, dass die AMO gestört wird.

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