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Arktische Oszillation - Wetterlexikon

Arktische Oszillation

Unter der Arktischen Oszillation (kurz: AO), im angelsächsischen Raum auch Northern Hemispheric Annular Mode (kurz: NAM), versteht man die Schwingung der Luftdruckgegensätze zwischen den arktischen und den mittleren Breiten der Nordhalbkugel. Dabei rufen die großen Temperaturunterschiede zwischen den kalten Polarregionen und den gemäßigten mittleren Breiten diese Luftdruckgegensätze hervor. Die Mechanismen, die die Arktische Oszillation beeinflussen, sind jedoch noch nicht geklärt. Angetrieben wird die AO höchstwahrscheinlich durch die Wetteraktivität in den mittleren Breiten.

Das Auf und Ab der Temperaturen in der Arktis und in den mittleren Breiten führt dazu, dass diese östlichen Winde mal stärker und mal schwächer ausgebildet sind. Es kommt dann großräumig zu einer Schwingung in der Atmosphäre, daher der Begriff Oszillation. Zur Bestimmung des Druckgegensatzes zwischen der zentralen Arktis und den mittleren Breiten werden meistens die Druckwerte von den Wintermonaten zugrunde gelegt. Daraus ergibt sich dann der AO-Index.

In der positiven Phase ist das Kältehoch über der Arktis schwach ausgebildet, die Tiefs in den mittleren Breiten dagegen stark. Mit kräftigen Westwinden strömt relativ warme Atlantikluft nach Nordeuropa und Sibirien. In der negativen Phase sind die Verhältnisse umgekehrt. Kalte Ostwinde, die zu strengen Frösten führen, erreichen dann sogar Westeuropa.

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