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Rekordflut Juni 2013 - Spezial

Chronik des Hochwassers

Teil 1: So kam es zur Flut

Im Süden und Osten Deutschlands hat es ein Rekordhochwasser gegeben. Zunächst traf es vor allem die Donau und dessen Zuflüsse, die nach tagelangen Starkregenfällen teilweise neue Rekordhöhen erreichten. In Passau und Regensburg wurden noch nie gemessene Pegelstände registriert. An mehreren Orten brachen Deiche. In den Folgetagen stiegen auch die Pegel an der Elbe dramatisch an. Dabei gab es unter anderem in Magdeburg, Wittenberge und Hitzacker neue Allzeitrekorde, erneut kam es zu Deichbrüchen.

Mai 2013

Immer wieder ziehen Tiefs mit viel Regen über Deutschland hinweg. Örtlich kommt es bereits zu Hochwasser. Auch die großen Flüsse schwellen an, Viele Böden sind gesättigt und können kein Wasser mehr aufnehmen. Ende Mai bildet sich ein kräftiges Tief über dem Mittelmeer und zieht über die Ostalpen nach Tschechien. Dort bleibt es mehrere Tage liegen. Vom Ostalpenraum bis zum Erzgebirge kommt es zu tagelangen Starkregenfällen, die auf oft gesättigte Böden treffen. In der Folge treten zunächst kleinere Flüsse verbreitet über die Ufer.

Fünf-B-Tief Ursache für Rekordflut

Eine sogenannte "fünf-B-Lage" mit einem kräftigen Tief, dass vom Mittelmeer nach Osteuropa zog, war die Ursache für die tagelangen Starkregenfälle in Österreich, Tschechien und im Südosten Deutschlands. Bildquelle: WetterOnline

1. Juni

Viele kleinere Flüsse im Südosten und Süden führen extremes Hochwasser. In Gera bei Erfurt bricht ein Deich an der Schwarzen Elster, teilweise läuft die Altstadt voll. Im Einzugsgebiet von Donau und Elbe regnet weiterhin anhaltend und ergiebig, Im Bergland kommt es zu Erdrutschen. Der Pegel der Donau steigt, bedingt durch die Wassermassen aus den Zuflüssen, rasend schnell an. In Passau bereiten sich die Menschen auf ein schweres Hochwasser vor.

Erste Fluten im Osten Deutschlands

Nach sintflutartigen Regenfällen verwandeln sich kleine Bäche in reißende Flüsse, die über die Ufer treten und erste Ortschaften überfluten. Bildquelle: Kamera24

2. Juni

In Passau überflutet die Donau die Uferbereiche, Teile der Altstadt stehen im Wasser. Den ganzen Tag über steigt der Flusspegel stark an. Zusätzlich trifft eine Hochwasserwelle des Inn ein, die die Lage deutlich verschärft. Es regnet immer noch heftig, der Schwerpunkt der Niederschläge verlagert sich zum Alpenrand. Überall entlang der Donau kämpfen die Menschen gegen die Fluten. Die Elbe steigt nun ebenfalls an, bleibt aber noch in ihrem Bett. Auch dort laufen die Vorkehrungen auf Hochtouren, tausende Menschen sind im Einsatz.

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