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Gewitter - Spezial

Atmosphäre in Aufruhr

15 Kilometer hohe Wolkentürme

Jeden Tag entladen sich weltweit etwa 2000 bis 3000 Gewitter. Dabei flackern rund 20 bis 30 Milionen Blitze auf, was über 100 Blitzen in jeder Sekunde entspricht. In Mitteleuropa gibt es die meisten Gewitter in den warmen Monaten von April bis September, am häufigsten sind sie von Mai bis August. Allein über Deutschland zucken in dieser Zeit mehr als zwei Millionen Blitze, von denen rund 200.000 auf der Erde einschlagen und dabei Schäden von mehreren Millionen Euro anrichten. Hinzu kommen Schäden durch Sturm, Hagel und heftige Regenfälle.

Noch harmlose Quellwolken einige Zeit nach ihrer Entstehung

WetterOnline - Noch sind die meisten der Cumuluswolken nicht höher als breit, bei einigen von ihnen hat dagegen bereits ein ausgeprägtes Höhenwachstum eingesetzt.

Antriebsmotor eines jeden Gewitters ist die Sonne. Sie erwärmt die Erdoberfläche, welche ihrerseits die bodennahen Luftschichten aufheizt. Bei diesem Vorgang dehnt sich die Luft aus, ihre Dichte nimmt ab und sie wird leichter, als die darüber liegenden, kühl gebliebenen Luftschichten. Daher beginnt die leichtere Warmluftblase wie ein Heißluftballon aufzusteigen, wobei sie sich abkühlt. Da kältere Luft jedoch weniger Wasserdampf tragen kann als wärmere, kondensiert der überschüssige Wasserdampf schließlich zu feinsten Wassertröpfchen aus und das aufsteigende Luftpaket wird als Quellwolke sichtbar.

Die Wolke wächst in den Frostbereich der Atmosphäre

WetterOnline - Überschreitet die Wolke eine Höhe von etwa 5 Kilometern bildet sich an ihrer Spitze mitunter eine kleine Kappe, eine so genannte Pileuswolke.

Wird der weitere Aufstieg dieses "Ballons" nicht durch wärmere Luftschichten gestoppt, schießt er immer rasanter weiter in die Höhe und bildet bald einen kilometerhohen Wolkenturm, in welchem der Aufwind mit über 150 Stundenkilometern himmelwärts schießt. Während die Temperatur an seiner Basis noch über dem Gefrierpunkt liegt, wird die Wolke mit zunehmender Höhe rasch kälter und in ihrem Gipfelbereich herrscht oft strenger Frost unter minus 50 Grad, - Werte, bei denen die Wolke nur noch aus durcheinander wirbelnden Eiskristallen besteht.

Durch die hohe Geschwindigkeit des Aufwindes werden aber auch unzählige Wassertröpfchen mit in den Frostbereich der Wolke gerissen. Sie lagern sich Eiskristallen an, wodurch diese größer und schwerer werden: Hagelkörner entstehen. Werden sie zu schwer und vom Aufwind nicht mehr getragen, stürzen sie in die Tiefe. Leicht werden sie dabei erneut vom Aufwind erfasst und aufs Neue in den Gipfel der Wolke katapultiert, ein Vorgang, der sich öfter wiederholen kann. So können in kurzer Zeit Hagelsteine von vielen Zentimetern Durchmesser entstehen.

Ausgewachsene Gewitterwolke mit Eisamboss

WetterOnline - Die Gewitterwolke ist in ihrem Gipfelbereich vollständig vereist und formt deutlich über 10 Kilometer Höhe einen ausgeprägten Eiswolkenschim. In den Tropen können solche Gewitterwolken sogar bis zu 18 Kilometer hoch in die Atmosphäre aufsteigen.

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