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Unwetter im Rückblick

Donnerstag, 17.05.2018

Tornado wütet bei Viersen

Dutzende Häuser stark beschädigt

Ein Tornado hat am 16. Mai 2018 bei Viersen eine Schneise der Verwüstung geschlagen. Der Wirbelsturm beschädigte Dutzende Häuser und riss etliche Bäume um. Zwei Menschen wurden dabei verletzt.

Allein im 2.000 Einwohner zählenden Viersen-Boisheim im Westen von Nordrhein-Westfalen haben nach ersten Schätzungen 40 bis 50 Häuser nun Schäden. Mehrere von ihnen sind nach den Angaben der Stadt sogar so stark beschädigt, dass die Bewohner vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. Sie werden in Notunterkünften untergebracht. Anwohner sprechen von großen Zerstörungen. Ein Autofahrer wurde schwer verletzt, als ein Ast auf ihn herabstürzte. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Stromschlag.

Der Tornado zog auch über Nettetal-Schaag, Schwalmtal-Dilkrath, Schwalmtal und teilweise auch Niederkrüchten. Dort deckte er zahlreiche Häuserdächer ab und knickte Bäume um. In der Folge waren viele Straßen blockiert, unter anderem auch die Autobahn 61 nahe der niederländischen Grenze. Überdies war die Bahnstrecke zwischen Venlo und Mönchengladbach gesperrt.

Aus dem Auto und dem Dachfenster filmten Augenzeugen die mächtige Windhose, die enorme Mengen Staub und teilweise auch Hagel durch die Luft wirbelte. Zumindest einige Nebenstraßen dürften für eine längere Zeit gesperrt bleiben. Wie hoch der Sachschaden ist, können die Behörden noch nicht genau beziffern.

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