Top-Themen - Donnerstag, 07.03.2013
Frost und Schnee aus Norden
Extreme Kaltfront auf Südkurs

Der Spätwinter gibt sich noch nicht geschlagen. Von Nordosten her fließt eisige Luft ein, sodass es ab Samstagabend im Norden zu starker Glätte durch gefrierenden Regen und Schnee kommt. Im Süden und in der Mitte hält jedoch die Frühlingsluft mit Kraft dagegen. Dort werden noch bis Sonntag Höchstwerte von 10 bis 15 Grad erreicht. Ganz im Süden ist es selbst am Montag noch mild.

Ein Hoch zapft wieder Frostluft an
Ein Hoch zapft wieder Frostluft an
Der Vorfrühling ist auch im Süden bald vorbei: Zunächst wird es im Norden kälter, bis zum Wochenanfang erreicht die arktische Kaltluft auch den Süden. Bis ins Flachland ist mit teils kräftigen Schneefällen zu rechnen. Bildquelle: WetterOnline

Am Sonntag bringt die Luftmassengrenze vor allem dem Norden reichlich Neuschnee und teils Schneeverwehungen. Im Rest des Landes bleibt es noch sehr mild. Zum Montag erreicht die scharfe Luftmassengrenze dann auch die mittleren Landesteile mit Schnee und einem Temperatursturz von bis zu 20 Grad. Erst am Dienstag trifft nach jetzigem Stand die Kaltfront im äußersten Süden ein. Da der genaue Wetterablauf von der exakten Zugbahn und Intensität eines Tiefs abhängt, sind noch Überraschungen in alle Richtungen möglich.

Zum Hintergrund: In Europa herrschen derzeit große Temperaturkontraste. Während der Frühling bei uns einen ersten Anlauf gestartet hat, liegt über Nordskandinavien und Russland immer noch ein beeindruckendes Kältereservoir. Zum Wochenende etabliert sich dann ein Hoch über dem Nordmeer. An seiner Südostseite zapft es russische Frostluft an und lenkt sie direkt zu uns. Die spätwinterliche Kältephase hält wohl einige Tage an und macht sich auch in Teilen West- und Südeuropas sowie auf dem Balkan bemerkbar.

Solche Kälterückfälle im März sind allerdings nicht ungewöhnlich und kommen alle paar Jahre vor. Der bevorstehende ist jedoch ziemlich heftig. Zuletzt gab es in Deutschland im März 2006 einen ähnlich markanten Temperatursturz, sogar mit Nachtfrösten bis zu minus 20 Grad. Gerade wenn bei uns oft schon Vorfrühling herrscht, erreicht die Winterkälte in Nord- und Nordosteuropa erst ihren Höhepunkt. In den meisten Jahren merkt man bei uns nichts von dieser Kälte. In seltenen Fällen wird sie jedoch angezapft und kann weit nach Süden strömen.

Schneekatastrophe 1978-79
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