Auch in Mittel- und Osteuropa ist die extreme Kälte der vergangenen Wochen auf dem Rückzug. Die milderen Temperaturen führen jedoch in vielen Regionen zu neuen Problemen. Auf der Donau bei Belgrad haben sich mächtige Barrieren aus Eis gebildet, die langsam stromabwärts treiben und alles auf ihrem Weg zerstören. Durch den Eisstau wurden bereits dutzende Boote losgerissen und versenkt, Anleger, schwimmende Restaurants und Hafenanlagen wurden beschädigt oder zerstört. Für viele Donaufischer ist der Verlust ihrer Boote existenzbedrohend.

| Zerstörte Anleger und im Eis versunkene Boote auf der Donau bei Belgrad. Ein starker Eisstau verursacht dort zurzeit Überflutungen und schwere Schäden. Bildquelle: AFP |
Unterdessen rüsten sich die Behörden entlang der Donau vor schweren Überschwemmungen, wenn sich das Tauwetter in den kommenden Wochen durchsetzen sollte. Im Einzugsgebiet des Flusses ist in den vergangenen Wochen sehr viel Schnee gefallen, teilweise wurden Rekordschneehöhen von bis zu vier Metern registriert. Wenn diese Schneemassen schmelzen kann es auf der kompletten Länge des Flusses von Deutschland bis zum Schwarzen Meer zu starkem Frühjahrshochwasser kommen.
Derweil hat Großbritannien ganz andere Probleme. Nach einem extrem trockenen Jahr 2011 und einem Dürrewinter sind viele Wasserspeicher der Insel nahezu ausgetrocknet. Grund für die Trockenheit waren ungewöhnlich starke, ortsfeste Hochdruckgebiete, die Tiefs mit Regen blockierten. Die britischen Meteorologen erwarten für dieses Jahr erneut ein sehr trockenes Frühjahr und warnen, dass in Kürze sogar das Trinkwasser in einigen Gebieten rationiert werden könnte. Zuletzt kam es in England im Jahre 1976 zu einer schweren Dürreperiode.


