Top-Themen - Samstag, 11.02.2012
Schneechaos auf dem Balkan
Orte von Außenwelt abgeschnitten

Die Schneemassen in Osteuropa machen den Menschen schwer zu schaffen. In Serbien, Rumänien und Montenegro waren mehr als 100.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. In einigen rumänischen Provinzen drohten Nahrungsmittel und Trinkwasser auszugehen. Teilweise türmt sich der Schnee bis zu den Dächern der Häuser hoch. Feuerwehrleute und Freiwillige halfen den Bewohnern, den Weg zu ihren Häusern freizugraben.

Der Balkan versinkt im Schnee
Der Balkan versinkt im Schnee
In einigen Gegenden türmt sich der Schnee bis zu den Dächern der Häuser hoch. Viele Ortschaften sind von der Außenwelt abgeschnitten. Feuerwehrleute und Freiwillige können den Schneemassen kaum Herr werden. Bildquelle: AFP

Seit Freitag bestand eine Luftbrücke für Ortschaften, die nicht über den Landweg versorgt werden konnten. Einige dutzend Tonnen Lebensmittel wurden demnach bereits geliefert, mehr als tausend Soldaten waren im Einsatz. Die Donau war weiterhin auf einer Länge von hunderten von Kilometern für den Schiffsverkehr gesperrt. Große Eisblöcke machten die längste Schifffahrtstraße des Kontinents unsicher. In der Nähe des Hafens Silistra im Nordosten Bulgariens fror die Donau vollständig zu.

Die Donau gleicht einer Gletscherlandschaft
Die Donau gleicht einer Gletscherlandschaft
Der Eisstoß auf der Donau wächst immer weiter flussaufwärts. Wie hier in Sandbach im Landkreis Passau ist der Eisstoß über einen Meter hoch. Bildquelle: Markus Bachhuber / WetterOnline-Bilderforum

In Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina sah es am Wochenende nicht besser aus. Die serbische Regierung rief alle Unternehmen in ihrem Land auf, am Montag und Dienstag ihre Tätigkeiten herunterzufahren oder ganz einzustellen, um Strom zu sparen. Für 2000 Betriebe wurde die Stromzufuhr bereits reduziert. Die Zahl der Kältetoten in Europa ist am Samstag weiter gestiegen. Seit dem Beginn der extremen Kälte starben in diesen Ländern mindestens 65 Menschen an Unterkühlung. Auch in den nächsten Tagen ist mit weiteren Schneefällen zu rechnen.

Die Flüsse frieren zu
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