Top-Themen - Dienstag, 07.02.2012
Auch im Westen minus 20 Grad
Vielfach sibirisch kalte Nacht

Nachdem in den Nächten zuvor regional schon Kälterekorde gebrochen wurden, erreichte in der vergangenen Nacht auch im Westen die Temperatur vielfach minus 15 bis minus 20 Grad. Besonders kalt war es in Muldenlagen in der Eifel, im Hunsrück und im Pfälzer Wald. Dort fiel das Quecksilber örtlich unter die minus 20-Grad-Marke. Die kältesten Orte der Nacht lagen jedoch erneut weiter östlich. Dazu gehörten neben Harzgerode mit einer Tiefsttemperatur um minus 25 Grad auch Faßberg in Niedersachsen mit minus 23 und sogar Erfurt mit fast minus 22 Grad.

Tiefstwerte direkt am Erdboden in der Nacht zum Dienstag
Tiefstwerte direkt am Erdboden in der Nacht zum Dienstag
Die Kältewelle hat in der Nacht auch im Westen Deutschlands ihren Höhepunkt erreicht. Direkt über dem Erdboden kühlte sich die Luft verbreitet auf minus 20 bis minus 25 Grad ab. Örtlich war es sogar noch kälter.

Neben den gemessenen Tiefsttemperaturen in zwei Meter Höhe sind die in der Nacht erreichten Minima direkt am Erdboden erneut besonders herausragend. Im Harz wurden dort örtlich schon fast sibirisch anmutende minus 31 Grad registriert, aber auch sonst lagen die Tiefstwerte in Bodennähe vor allem in Teilen Nord- und Ostdeutschlands vielfach bei minus 25 Grad.

Grund für die extrem tiefen Nachttemperaturen ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Zum einen ist von Osten her bodennah kalte und vor allem sehr trockene Luft eingeflossen, die in der Nacht bei abnehmendem Wind zur Ruhe kommen konnte. In höheren Luftschichten war zudem ebenfalls sehr kalte Luft eingeströmt. Hierdurch kühlte sich die Luft nach Sonnenuntergang sehr schnell ab und vor allem über Schneeflächen und in geschützten Lagen waren dann extrem tiefe Werte möglich.

Ganz Deutschland friert
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