Die Nacht zum Dienstag wird auch im Westen verbreitet die bisher kälteste des Winters. Während im Osten und Süden Deutschlands Tiefstwerte um oder unter minus 20 Grad fast schon alltäglich geworden sind, erreicht die extreme Kälte nun auch die Ballungsräume im Westen: Dort kann es in der kommenden Nacht ebenfalls verbreitet minus 12 bis minus 20 Grad kalt werden. In Tal- und Muldenlagen von Eifel und Sauerland sind sogar vereinzelt Temperaturen bis knapp minus 25 Grad möglich.

| Die Kältewelle erreicht in der kommenden Nacht im Westen seinen Höhepunkt. Verbreitet ist mit Frost um minus 15 Grad, in Tallagen des Sauer- und Siegerlandes sowie in der Eifel örtlich auch unter minus 20 Grad zu rechnen. |
Frühaufsteher und Pendler sollten also morgen Früh unbedingt auf angemessene Kleidung achten, da an ungeschützten Hautpartien schnell Erfrierungen drohen. Autobesitzer sollten ebenfalls mehr Zeit einplanen, neben dem morgendlichen Eiskratzen könnte bei manchen Fahrzeugen die Autobatterie streiken. Vor allem Dieselautos hatten in den letzten Tagen vermehrt mit Anlassproblemen zu kämpfen. Pendler die auf Bus und Bahn angewiesen sind, sollten auf etwaige Verspätungen gefasst sein, da beispielsweise Weichen einfrieren können.
Grund für die extreme Kälte ist ein seltenes Zusammenspiel von mehreren Faktoren. Zum einen ist von Osten her bodennah kalte und vor allem sehr trockene Luft eingeflossen, die in der Nacht bei einem deutlich abnehmendem Wind zur Ruhe kommen kann. In höheren Luftschichten fließt zudem sehr kalte Luft ein, in 1500 Metern Höhe liegen die Temperaturen in der Nacht um minus 20 Grad. Hierdurch kann sich die Luft nach Sonnenuntergang sehr schnell auskühlen, vor allem über Schnee und in geschützten Lagen sind dann extrem tiefe Werte möglich.


