Die Hochwasserlage im Osten Australiens hat sich weiter verschärft. Am Sonntag wurden tausende Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht. Die Polizei ordnete die Evakuierung der 3800-Einwohner-Stadt St. George im Norden des Bundesstaates Queensland an, da die Wassermassen die einzige verbliebene Zufahrtsstraße abzuschneiden drohten. In der ebenfalls von Überflutung bedrohten Stadt Charleville harrten 600 Menschen in Notunterkünften aus.

| In den australischen Bundesstaaten Queensland und New South Wales sind nach wochenlangen starken Regenfällen weite Gebiete überschwemmt. Bildquelle: AFP |
Die Pegel zahlreicher Flüsse steigen noch weiter an. Die Behörden rechnen damit, dass einige Pegel die Rekordstände von März 2010 überschreiten. Die Dämme einiger Flüsse drohen zu brechen. Derweil wurde in der Stadt Roma die Leiche einer Frau entdeckt. Sie war zwei Tage zuvor in ihrem Auto weggespült worden, kurz nachdem sie ihren siebenjährigen Sohn vor den Fluten in Sicherheit gebracht hatte.
Neben Queensland leidet auch der benachbarte Bundesstaat New South Wales unter Überschwemmungen. Rund 16.500 Menschen waren dort offiziellen Angaben zufolge am Samstag von der Außenwelt abgeschnitten. Zahlreiche Regionen wurden zum Katastrophengebiet erklärt, tausende Häuser sind auf längere Sicht unbewohnbar. Verantwortlich für die Überflutungen waren wochenlange und ergiebige Regenfälle. Vor rund einem Jahr war der Nordosten Australiens bereits von riesigen Überschwemmungen heimgesucht worden. Rund 35 Menschen starben.


