Top-Themen - Samstag, 04.02.2012
Europa bleibt weiter eisig
Gazprom drosselt Gaslieferung

Die extreme Kältewelle hat Europa weiter fest im Griff. Bis Samstag kamen europaweit mehr als 220 Menschen infolge der Kälte ums Leben. Am eisigsten war es in der Nacht zum Samstag mit Werten um minus 40 Grad in Lappland, Werte unter minus 30 Grad gab es in Russland.

Tiefstwerte in der Nacht zum Samstag
Tiefstwerte in der Nacht zum Samstag
Die Tiefstwerte in der Nacht zum Samstag erreichten wieder verbreitet Werte unter minus 20 Grad. Am kältesten war es mit Werten um minus 40 Grad in Lappland. Auch in Weißrussland und Russland wurden verbreitet extrem eisige Temperaturen um minus 30 Grad gemessen. Bildquelle: WetterOnline Mitgliedschaft

Erst am Freitag teilte die EU-Komission mit, dass der russische Staatskonzern Gazprom die Gaslieferungen in die Europäische Union aufgrund der Kälte im eigenen Land um bis zu ein Drittel gedrosselt hat. Den Angaben der EU zufolge drohen aber nirgendwo Versorgungsengpässe. Am Samstag schloss Gazprom eine baldige Wiederausweitung der Gaslieferungen aus.

Auch in den nächsten Tagen hält die Kältewelle weiter an. Jedoch lässt die extreme Kälte in Osteuropa etwas nach, so dass dort zumindest Temperaturen von unter minus 30 Grad erst einmal nicht mehr zu erwarten sind. In der Ukraine, wo bisher die meisten Kältetoten zu beklagen waren, entschärfte sich der Frost bereits in der Nacht zum Samstag. In Kiew sank das Quecksilber "nur" noch auf minus 18 Grad ab, am Vortag waren es noch minus 28 Grad.

Notversorgung in der Ukraine
Notversorgung in der Ukraine
In der Ukraine wurden 3000 Notunterkünfte errichtet, um Arme und Obdachlose vor dem Erfrieren zu bewahren. Warmes Essen und heißer Tee helfen dabei ebenfalls. Mittlerweile entschärft sich der Frost dort etwas. Bildquelle: AFP

Auch Westeuropa und den Mittelmeerraum hat die Kältewelle nun erfasst. Die Frostluft erreichte sogar die portugiesische Atlantikküste und spanische Städte wie Barcelona, Sevillia und Cordoba. Von Mallorca über Italien über die Adriaküste bis nach Kroatien war es am Samstagmorgen in weiten Teilen weiß.

Kältewelle trifft Europa
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