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Wetterrückblick

Dienstag, 29.11.2016

Rückblick November 2016

Kühl mit vielen Wettergesichtern

Der November 2016 ist der kühlste November seit neun Jahren gewesen. Obwohl das Wetter im letzten der drei Herbstmonate sehr kontrastreich war, wichen die Niederschlagssumme und die Zahl der Sonnenstunden nur wenig vom Klimamittel ab

Obwohl frühe Kälte bereits Anfang des Monats regional die ersten Schneefälle bis ins Flachland brachte, glich milderes Wetter die Temperaturbilanz des letzten der drei Herbstmonate nachfolgend wieder halbwegs aus. Bild: dpa

Mit einer Durchschnittstemperatur von 3,9 Grad ist der November in diesem Jahr merklich kühler ausgefallen als im Mittel der vergangenen 30 Jahre. Die negative Abweichung betrug landesweit 0,8 Grad. Am kältesten war es mit eisigen minus 12 Grad am Morgen des 30. November im oberpfälzischen Grafenwöhr und knapp minus 11 Grad am Flughafen München, in vielen anderen Regionen wurde die Minus-10-Grad-Marke erreicht. Wärmste Region waren die Ufer des Chiemsees, wo am 21. des Monats bei kräftigem Föhn örtlich fast 22 Grad registriert wurden.

Trotz der nur wenig unterdurchschnittlichen Temperaturbilanz war der November in diesem Jahr der kühlste seit neun Jahren. Vor einem Jahr war es im letzten der drei Herbstmonate dagegen fast drei Grad wärmer.

Auch die Kontraste bei den Niederschlagssummen konnten sich sehen lassen: Während im Windschatten des Harzes nur rund 20 Liter pro Quadratmeter zusammenkamen, brachte es der Nordschwarzwald mit bis zu 225 Liter auf mehr als die zehnfache Menge. Im Durchschnitt waren es mit 60 Liter pro Quadratmeter knapp über 90 Prozent des Klimamittels. Zwar fiel der größte Teil davon in Form von Regen, aber regional waren auch schon erste kräftige Schneefälle dabei. So meldete die Station Boizenburg an der Elbe am Abend des 8. November 21 Zentimeter Schnee.

Die monatliche Regensumme lag landesweit knapp zehn Prozent unter dem Klimamittel. Während es in Teilen des Südwestens überdurchschnittlich nass war, blieb es nach Nordosten hin vergleichsweise trocken.

In Sachen Sonnenschein zeigte sich der November von einer recht freundlichen Seite. So ließ sich die Sonne im Mittel landesweit etwa 60 Stunden lang und damit rund 10 Prozent länger blicken, als im Durchschnitt der Jahre. Allerdings gab es dabei große Unterschiede zu verzeichnen. Während es in den Föhngebieten Bayerns und Sachsens regional mehr als 80 Sonnenstunden gab, musste man sich im Spessart mit kaum der Hälfte begnügen. Aber auch in Oberschwaben gaben Wolken oder Hochnebel den Blick auf die Sonne nur recht selten frei.

Die Zahl der Sonnenstunden war sehr unterschiedlich: So schien die Sonne ganz im Norden und Teilen des Ostens fast doppelt so lange wie in den trübsten Regionen des Westens und Südwestens.

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