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Sonntag, 13.08.2017

Schwere Schäden nach Unwetter

Polen: Ganze Wälder verwüstet

Eine extreme Gewitterlinie hat in der Nacht zum Samstag in Teilen Polens schwere Schäden angerichtet. Ganze Wälder wurden verwüstet, es gab mindestens fünf Tote.

Verwüsteter Wald bei Chojnice in Nordpolen am Samstagmorgen. In der Nacht zum Samstag war eine extrem heftige Gewitterlinie über die Region hinweggezogen. Bild: @michalchojnice via twitter

Extreme Gewitterfallböen (Downburst) haben in der Nacht zum Samstag in der Nähe von Chojnice in Nordpolen ein ganzes Waldstück verwüstet. Zahlreiche Bäume wurden wie Streichhölzer umgeknickt. Die Wetterstation in der 40.000 Einwohner zählenden Stadt meldete Spitzenböen von 112 Kilometer pro Stunde. Das Ausmaß der gewaltigen Schäden dürfte aber darauf schließen, dass die Böen noch stärker waren. Bei den schweren Unwettern sind fünf Menschen, darunter zwei Jugendliche, ums Leben gekommen.

Das WetterRadar zeigt eine massive Gewitterfront mit extrem hoher Blitzaktivität, die am Freitagabend gegen 22 Uhr aufzieht.

Das WetterRadar zeigt eine massive Gewitterlinie. Diese hatte sich am späten Nachmittag im Grenzgebiet zu Tschechien entwickelt und war anschließend nordostwärts gezogen. Neben Orkanböen wurden auch Riesenhagel und heftiger Starkregen gemeldet. Bei dem Unwetter könnte es sich um ein so genanntes Derecho gehandelt haben. Ein Derecho ist eine langlebige Gewitterlinie, die vor allem extreme Gewitterfallböen produziert. Sie entsteht vornehmlich in den USA und kommt in Europa nur sehr selten vor.

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