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Donnerstag, 01.12.2016

Kalter Winter 2016/2017?

Erste Trends für Weihnachten

Nach den ersten Wintergrüßen mit Frost und etwas Schnee mehren sich die Anzeichen, dass dies nur der Auftakt des Winters war. "Väterchen Frost" könnte ab Monatsmitte ein gehöriges Wort mitreden.

Die Chancen auf eine zumindest kalte Weihnachtszeit sind gestiegen. Ob es allerdings auch für Schnee reicht, weiß noch niemand.

Nach der neuen kalten Wetterphase, die vom kommenden zweiten Adventswochenende bis mindestens Mitte nächster Woche andauern wird, deutet mittlerweile vieles auf eine zumindest vorübergehende Milderung hin. Atlantiktiefs vertreiben die frühe Winterkälte voraussichtlich und leiten einen wechselhaften Witterungsabschnitt ein. Auf den ersten Blick eine für Winter- und Schneeliebhaber entmutigende Entwicklung, doch bei genauerer Betrachtung sieht das schon anders aus.

Das amerikanischen Wettermodell berechnet immer mal wieder Kaltlufteinbrüche in der Woche vor Weihnachten. Ob es so kommt, bleibt abzuwarten.

Nach den letzten Berechnungen sowohl des amerikanischen Wettermodells GFS als auch des europäischen Modells ECMWF deuten sich für den Zeitraum nach dem 12. Dezember immer wieder plötzliche, heftige Kälteeinbrüche mit arktischer Frostluft an. Natürlich sind solche Berechnungen knapp zwei Wochen im Voraus vernachlässigbar, da sie wohl kaum eintreffen. Dennoch repräsentieren sie einen noch vagen Trend: Einen nachhaltigen Ausbruch arktischer Kaltluft durch starke blockierende Hochs über Grönland und Skandinavien.

Nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells wird gerade die Zeit vor den Feiertagen kälter als im langjährigen Mittel. Mehr als ein Trend ist dies allerdings noch nicht.

Auch das Langfristmodell des europäischen Wettermodells ECMWF stützt die Möglichkeit einer Einwinterung nach Monatsmitte. Gerade vor den Feiertagen geht dieses Modell von ein bis drei Grad unterdurchschnittlichen Temperaturen aus. Demnach nisten sich in diesem Zeitraum starke Hochdruckgebiete von Grönland bis Skandinavien ein, die arktische Kaltluft zu uns lenken könnten. Sollte das so kommen, wären die Chancen auf zumindest kalte Weihnachten deutlich höher als sonst. Ob es auch schneien wird, ist allerdings unmöglich vorherzusagen.

Das amerikanische AER-Institut geht von einem bis zu anderthalb Grad kälteren Winter als im langjährigen Durchschnitt aus.

Die Saisonprognosen für den Winter deuten nach neusten Berechnungen auf einen eher kalten Winter hin. Das amerikanische Atmospheric and Environmental Research Institute (AER) berechnet eine um ein bis anderthalb Grad unterdurchschnittliche Temperatur. Das AER begründet diese Prognose unter anderem mit dem weiterhin schwachen Polarwirbel, der sibirischen Kälte und der sehr warmen Arktis. Natürlich sind solche Prognosen mit Vorsicht zu genießen. Doch sie deuten darauf hin, dass die Chancen für kaltes Winterwetter weiter relativ gut stehen.

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