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Die Chemtrail-Verschwörung - Spezial

Die Chemtrail-Verschwörung Teil 2

Was wir am Himmel wirklich sehen

Tag für Tag ziehen abertausende Flieger ihre Bahnen am Himmel. Luftfeuchtigkeit und Wind verschmieren ihre Kondensstreifen mitunter zu breiten Bändern, Netzen und Gittern. Doch wie entstehen diese Erscheinungen und woraus bestehen sie wirklich?

Manchmal tauchen am Himmel auch farbige Lichterscheinungen (Halos) auf. Für Chemtrail-Gläubige ist ihr buntes Schillern verräterischer Beleg für in der Atmosphäre versprühte, giftige Chemikalien. Bild: Michael Popp

Wenn die heißen Verbrennungsgase eines Flugzeuges in Reiseflughöhe von rund 10 Kilometern Höhe aus den Turbinen schießen, werden sie schlagartig eisigem Frost von minus 40 Grad und darunter ausgesetzt. Die vor allem aus Kohlendioxid, Wasserdampf und Ruß bestehenden Abgasfahnen kühlen in Sekundenbruchteilen ab und der Wasserdampf gefriert an den Rußteilchen zu feinen Eiskristallen. Diese werden als dünne Kondensstreifen hinter den Fliegern sichtbar. In trockener Luft lösen sie sich allerdings rasch wieder auf und verschwinden binnen Sekunden.

So sehen Kondensstreifen aus der Nähe aus: Diese Aufnahme eines kreuzenden Jets stammt aus einer Verkehrsmaschine in Reiseflughöhe. Der vorbeifliegende Jet ist mindestens 300 Meter höher unterwegs. Bild: dpa

In ihrem Inneren sind die Kondensstreifen von Flugzeugen "schmutzig", denn ihre Eiskristalle lagern sich an den Rußteilchen verbrannten Kerosins an. Ist die Umgebungsluft feucht, können die Kristalle nicht wieder verdunsten, sondern wachsen durch Anlagerung weiteren Wasserdampfes immer mehr an. Dabei fließen sie langsam auseinander, werden breiter und verteilen sich letztlich als dünner Wolkenschleier über ein beträchtliches Himmelsareal. Solche langlebigen Kondensstreifen können sich als Cirruswolken stunden-, ja sogar tagelang halten.

In feuchter Luft können sich Kondensstreifen mitunter viele Stunden lang halten. Dabei fließen sie immer mehr auseinander, bis sie irgendwann kaum noch von Cirruswolken zu unterscheiden sind. Bild: dpa

Sind die Wetterbedingungen für langlebige Kondensstreifen günstig, gesellen sich wegen des gegenüber früheren Jahren stark gewachsenen Luftverkehrs alsbald die Streifen weiterer Flieger hinzu. Sind diese in anderen Höhen und Richtungen unterwegs, bilden sich nach und nach regelrechte Streifen- und Gittermuster am Himmel. Was als Beweis systematischer Giftflüge propagiert wird, ist also nichts anderes, als die Summe all jener auf unterschiedlichen Luftkorridoren binnen Stunden entstandenen und vom Wind verwehten, ganz normalen Kondensstreifen.

Erfahren Sie in Teil 3, warum es trotz weniger Kondensstreifen auch früher schon bunte Wolken gab ...

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