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Wetternews

Samstag, 25.06.2016

Überflutungen und Sturmschäden

Unwetter am bisher heißesten Tag

Das Wetter im Sommer zeigt alle Facetten: Der Freitag ist der bisher heißeste Tag des Jahres gewesen. Regional gab es dann allerdings wieder schwere Unwetter mit Starkregen und Hagel.

Temperatur-Spitzenreiter vom Freitag, dem bisher heißesten Tag des Jahres.

Am heißesten war es in Potsdam mit 35,4 Grad. Zugleich ist dies ein neuer Jahresrekord für 2016. Aber auch in Cottbus mit 35,2 und in Berlin mit 35,1 Grad lagen die Spitzenwerte knapp über der 35-Grad-Marke. Sonst war es verbreitet über 30 Grad heiß, nur im Nordwesten blieb es mit Werten um 25 Grad schon deutlich angenehmer.

Aufräumen in Stromberg in Rheinland-Pfalz, nachdem sich zuvor bei einem Gewitter Wassermassen ihren Weg mitten durch den Ort gebahnt hatten. Bild: nonstopnews

Schwere Unwetter blieben allerdings erneut nicht aus. Im Norden Deutschlands flutete in Bremen und in den Regionen Osnabrück und Braunschweig Starkregen zahlreiche Straßen. Sturmböen brachten Bäume zum Umstürzen, die Bahngleise und Straßen versperrten. Viele Züge mussten unwetterbedingt umgeleitet werden. Das Hurricane-Musikfestival im niedersächsischen Scheeßel wurde wegen aufziehender, starker Gewitter für zwei Stunden unterbrochen. Auch in Hamburg und vielen anderen Orten rückten die Feuerwehren zu hunderten Einsätzen aus.

Besonders heftig trafen die Unwetter am Freitag und in der Nacht zum Samstag auch den Südwesten. In Stromberg in Rheinland-Pfalz strömten während eines Unwetters Wassermassen meterhoch durch die Straßen. Auch in Trechtingshausen am Rhein wälzten sich Schlamm und Geröll durch den Ort und versperrten die linksrheinische Bundesstraße und Bahnstrecke.

Überflutete Innenstadt von Reutlingen am Freitagabend. Bild: Timo Mendritzki

Nachts schlugen die Gewitter in Baden-Württemberg zu. Südlich von Stuttgart traten Bäche und kleinere Flüsse durch Starkregen über die Ufer und setzten Straßen und Keller unter Wasser. Teile der Reutlinger Innenstadt wurden überflutet. Aufgrund eines schweren Unwetters wurde zudem das Southside-Musikfestival mit zehntausenden Besuchern abgebrochen, weil dort Sturmböen unter anderem Zelte umrissen und Menschen durch Blitzschläge verletzt wurden. Das Festivalgelände und die Zeltplätze waren zuvor nach einer Unwetterwarnung evakuiert worden.

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