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Donnerstag, 28.07.2016

Unwetterchaos in Ostdeutschland

Ausnahmezustand in Berlin

Heftige Gewitter haben am Mittwoch Teile Ostdeutschlands ins Chaos gestürzt. In Berlin wurde zeitweise der Ausnahmezustand ausgerufen. Starkregen überflutete viele Straßen und Unterführungen.

Unwetterchaos in Berlin: Im Gleimtunnel, einer Unterführung im Norden der Stadt, schieben Wassermassen zahlreiche Autos übereinander. Bild: dpa

Im Osten Deutschlands krachte es am Mittwochnachmittag gewaltig. Besonders betroffen waren die Regionen von Berlin und Brandenburg bis nach Sachsen-Anhalt und Sachsen. Starkregen überflutete zahlreiche Straßen und zeitweise hieß es Land unter. In der Hauptstadt stand das Wasser teilweise bis zu einen halben Meter hoch und löste ein Verkehrschaos aus. Etliche Autos steckten vor in den Regenfluten fest. Bis in den Abend hinein rief die Feuerwehr den Ausnahmezustand aus.

Im Gleimtunnel zwischen Wedding und Prenzlauer Berg standen geparkte Autos vorübergehend bis zum Dach in den Fluten und wurden weggeschwemmt. Die Wassermassen stürzten über Treppenstufen auch in U-Bahnstationen hinab, sodass der Bahnverkehr vorübergehend eingestellt werden musste. Bis zu 1000 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Verletzt wurde bei dem Unwetter niemand. Auch andernorts überflutete der Starkregen zahlreiche Straßen.

In Lutherstadt Wittenberg kamen innerhalb kurzer Zeit rund 100 Liter pro Quadratmeter vom Himmel. Für die Kanalisation war das zu viel, sodass sich auch dort die Wassermassen ihren Weg durch die Stadt bahnten. Vielerorts rissen Gewitterböen Zweige und Äste von den Bäumen, die Autos beschädigten. Teilweise stürzten sogar ganze Bäume um.

Schwarze Rauchwolken in Wittenberge: Durch einen Blitzeinschlag geraten im Freien gelagerte Styroporplatten in Brand. Das Feuer weitet sich in dem Lager für Dämmstoffe zu einem Großbrand aus. Bild: Christian

In Wittenberge im Landkreis Prignitz gerieten durch einen Blitzeinschlag Styroporplatten in Brand, die ein Großfeuer auslösten. Eine Halle des Betriebs, die ebenfalls auf dem Gelände steht, wurde evakuiert. Die Rauchwolke zog über bewohntes Gebiet, sodass die Polizei Anwohner bat, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Feuerwehr löschte den Brand Stunden später. Das Landesumweltamt erkannte bei einer Messung der Luft keine Auffälligkeiten.

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