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Freitag, 26.05.2017

Parasiten nun besonders aktiv

Zecken immer häufiger in Städten

Mit der sommerlichen Phase werden auch die Zecken richtig aktiv. Nicht nur in den Wäldern, sondern auch in städtischen Grünanlagen, Parks und im eigenen Garten kann man sich über einen Zeckenbiss mit gefährlichen Krankheiten infizieren.

Auch in den städtischen Parkanlagen ist man vor Zecken nicht gefeit. Die winzigen Vampire können die gefährlichen Borrelien oder den FSME-Virus übertragen.

Die Zecken rücken immer näher. Dabei zieht es die Parasiten genauso raus ins Warme wie uns Menschen. Seit einigen Jahren tauchen sie in den Städten in Massen auf. Ihre Bisse können mitunter gefährliche Krankheiten auslösen. Daher sollten Sonnenanbeter, Naturliebhaber und Grillfreunde in diesen Tagen besonders aufpassen. Auch wer mit Flip-Flops durchs Gras schlurft, sollte zwischendurch oder daheim seinen Körper nach den Blutsaugern absuchen. Die häufigste von Zecken übertragene Krankheit ist die von Bakterien verursachte Lyme-Borreliose.

Zecken lieben Waldränder, feuchtes Unterholz und schattige Wiesen. In den Städten verstecken sie sich in Gärten, Hinterhöfen und Parks. Meist warten die Parasiten bis zu einem Meter über dem Boden auf ihre Opfer, an denen sie sich dann festklammern.

An der Borreliose erkranken pro Jahr schätzungsweise 100.000 Menschen in Deutschland. Eine genaue Zahl ist kaum festzulegen, weil es eine Meldepflicht nur in acht Bundesländern gibt. Je nach Region tragen bis zu 40 Prozent der Parasiten Borrelien in sich, die bei drei bis zehn Prozent der Stiche übertragen werden. Die Bakterien können über die Blutbahn ins Nervensystem, in die Gelenke oder das Herz eindringen. Wird die Borreliose nicht rechtzeitig mit Antibiotika behandelt und dadurch chronisch, kommt es später zu Gelenk- oder Nervenschäden.

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nur wenige Zecken mit dem FSME-Virus infiziert. Die Verbreitung des Virus ist regional sehr unterschiedlich und Risikogebiete sind vor allem in Süddeutschland (rot). Auch weiter nördlich gibt es Landkreise mit vereinzelten FSME-Erkrankungen (gelb), sie gelten aber nicht als Risikogebiet.

Seltener, aber genauso heimtückisch ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), bei der es sich um eine fieberhafte Erkrankung handelt. In besonders schweren Fällen kann sich die Hirnhaut entzünden und das Rückenmark geschädigt werden. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich. Vergangenes Jahr wurden 348 Fälle gemeldet - das klingt nicht viel, ist aber eine Steigerung zum Vorjahr von 59 Prozent. Vor FSME schützt übrigens ein Impfung.

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